Veranstaltungen im Mai

Aus­stel­lungseröffnung „Gebt ihnen einen Namen“
02. Mai, 20.00 Uhr, Infoladen Benario

Der In­fo­la­den Be­n­a­rio er­stell­te zu­sam­men mit Sieg­fried Im­holz eine Aus­stel­lung mit den Bio­gra­fi­en von Für­ther Frau­en und Män­nern, die von 1933 bis 1945 von den Na­tio­nal­so­zia­lis­tIn­nen ein­ge­sperrt, ge­fol­tert oder er­mor­det wur­den, weil sie Wi­der­stand gegen die Bar­ba­rei leis­te­ten. Nach heu­ti­ger Kennt­nis wur­den al­lein in Fürth 150 Frau­en und Män­ner ver­haf­tet und oft jah­re­lang in Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern und Ge­fäng­nis­sen miss­han­delt.
10 wur­den nur des­halb er­mor­det, weil sie es nicht mit ihrer Moral ver­ein­ba­ren konn­ten, ta­ten­los bei Ter­ror, Krieg und Mas­sen­mord zu zu­se­hen. Viele von ihnen wur­den von Nach­ba­rIn­nen oder Ar­beits­kol­le­gIn­nen – den so­ge­nann­ten Mit­läu­fe­rIn­nen – de­nun­ziert.
Nach 1945 wur­den sie ver­ges­sen. Ihre Namen wur­den aus dem Be­wusst­sein ge-​löscht, weil sie die Mehr­heit so un­an­ge­nehm daran er­in­nern, dass es mög­lich war, sich zu weh­ren.
Mit der Aus­stel­lung wol­len wir Ihnen einen Namen geben, den Wi­der­stand sicht­bar ma­chen und dem Ver­ges­sen ent­ge­gen­wir­ken.

„Es gibt keinen richtigen Ballsport im Falschen – Fußball und Kapitalismus“
Frei­tag, 09.​05.​2014 | 20.​00 Uhr | In­fo­la­den Be­n­a­rio, Fürth (Nürn­ber­ger Stra­ße 82
90762)
Vie­len Fuß­ball­fans ist die „Kom­mer­zia­li­sie­rung“ des Sports, re­spek­ti­ve des Pro­fi­fuß­balls in den obe­ren Ligen ein Dorn im Auge. Al­ler­orts las­sen sich Pla­ka­te und Ak­tio­nen da­ge­gen fin­den. Ir­gend­et­was scheint aus der Sicht der Fans falsch zu lau­fen. Lei­der ver­bleibt die Kri­tik meist je­doch in einer sehr ver­kürz­ten Form und ist folg­lich kaum ge­eig­net, die Pro­ble­me wir­kungs­voll an­zu­ge­hen. Im Dun­keln bleibt dabei oft­mals, was es ei­gent­lich über­haupt mit die­ser „Kom­mer­zia­li­sie­rung“ auf sich hat. Noch we­ni­ger im Fokus steht die Dis­kus­si­on, woher das Pro­blem rührt und wie der Fuß­ball im ka­pi­ta­lis­ti­schen Sys­tem funk­tio­niert.

Der Vor­trag soll auf­zei­gen, dass auch der Pro­fi­sport le­dig­lich eine Ware ist, wel­che auf dem Markt kon­kur­riert. Folg­lich muss eine Kri­tik an Ver­hält­nis­sen in­ner­halb des Sports stets auch eine Kri­tik an den herr­schen­den Ver­hält­nis­sen im­pli­zie­ren. Daher soll der Vor­trag eben­falls die Wi­der­sprüch­lich­kei­ten in Han­deln und Ar­gu­men­tie­ren vie­ler Fuß­ball­fans auf­grei­fen und dar­le­gen.
Re­fe­rent: Jan Tölva ist So­zio­lo­ge, frei­er Jour­na­list und Fuß­ball­fan und lebt der­zeit in Ber­lin
Eine Ver­an­stal­tung des KEV in Ko­ope­ra­ti­on mit Ho­ri­dos 1000.

Bus­fahrt nach Bu­chen­wald – Ak­ti­ves Er­in­nern an die Opfer des NS-​Ter­rors
Sams­tag, 10. Mai | 07.​00 Uhr | Fürth – Bu­chen­wald – Wei­mar – Fürth
Wie so viele Orte in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land steht auch das ehe­ma­li­ge Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger (KZ) Bu­chen­wald mit sei­ner Au­ßen­an­la­ge Mit­tel­bau-​Do­ra, für den sys­te­ma­ti­schen Ter­ror und die in­dus­tri­el­le Ver­nich­tung der eu­ro­päi­schen Jü­din­nen und Juden, Kom­mu­nis­tIn­nen, in­ter­na­tio­na­len Wi­der­stands­kämp­fe­rIn­nen, Schrift­stel­le­rIn­nen und auch Geist­li­chen durch die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ter­ror­herr­schaft. Trotz der un­er­träg­li­chen Qua­len und Er­nied­ri­gun­gen, die die In­haf­tier­ten in den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern er­tra­gen muss­ten, or­ga­ni­sier­ten die Häft­lin­ge den Wi­der­stand, der am 11. April 1945 in der Selbst­be­frei­ung gip­fel­te.
Unter den zehn­tau­sen­den Häft­lin­gen gab es auch Für­the­rIn­nen, wel­che im KZ Bu­chen­wald ein­ge­sperrt wur­den, ei­ni­ge über­leb­ten die Ty­ran­nei nicht. Wir möch­ten auch Ihnen „einen Namen“ geben und jener er­in­nern die sich dem Fa­schis­mus und Un­ter­drü­ckung wi­der­setzt haben.
Wie konn­te das Sys­tem „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger“ funk­tio­nie­ren? Wie sah der „All­tag“ im Lager aus? Wie wurde der Wi­der­stand or­ga­ni­siert? – Die­sen und wei­te­ren Fra­gen wol­len wir an die­sem Tag auf die Spur gehen.
Ge­plan­ter Ta­ges­ab­lauf: Ab­fahrt – ca. 07:00 Uhr; Be­such der KZ-​Ge­denk­stät­te mit Be­glei­tung des Vor­sit­zen­den des „Buch­wald­ko­mi­tees“ Die­t­er Schnei­der; an­schlie­ßen­der Auf­ent­halt (ca. 3 Std) in Wei­mar; Rück­kehr in Fürth: ca. 20:00 Uhr;
Kos­ten für Fahrt und Ge­denk­stät­ten­be­sich­ti­gung + Be­gleit­bro­schü­re: ca. 20,00 €
Kar­ten und wei­te­re In­for­ma­tio­nen für die Bus­fahrt be­kommst du im In­fo­la­den Be­n­a­rio immer Mitt­wochs ab 19:00 und Frei­tags ab 20:00. Oder du schreibst uns eine Email an Infoladen-fuerth@​web.​de.​
Die Fahrt wird von den an­ti­ras­sis­ti­schen Klee­blatt­fans und Ul­tras aus „Block 12“ und dem In­fo­la­den Be­n­a­rio or­ga­ni­siert.